Freitag, 28. Februar 2014

Der Medicus



Titel: Der Medicus
 
Facts: Historienfilm/Drama. Nach dem Tod seiner Mutter durch eine mysteriöse, im 11.Jahrhundert noch unheilbare Krankheit, zieht es den jungen Engländer Rob Cole viele Jahre später ins persische Isfahan. Dort lernt er bei Ibn Sina, dem berühmtesten Arzt des Orients, alles über Medizin, findet er die große Liebe, aber auch einen Hexenkessel vor, in dem er sich als Jude tarnen muss, weil Christen verfolgt werden, und der Einfluss muslimischer Fundamentalisten auch für den tyrannischen Schah, den Förderer Ibn Sinas, zur Bedrohung wird. (Zusammenfassung von www.kino.de) FSK: 12.
 
Struktur & Story: Die Struktur des Filmes ist vollkommen klar und die Flashbacks sind gut nachvollziehbar. Die Geschichte geht tief, regt zum Nachdenken an und kann vollkommen begeistern. In sich stimmig wird Nichts offen gelassen. Wer sich nur berieseln lassen möchte, ist in diesem Film falsch. Wer geschichtlich nicht interessiert ist wird mit dem Film keinen Spaß haben, da auch die Kampfszenen nicht übermäßig actionreich sind  begeistert der Film Fans diese Genres auch eher wenig. Tiefgehende Hintergründe, glaubhafte Charaktere und eine gut umgesetzte Story machen den Film jedoch mehr als authentisch.
 
Emotion & Unterhaltung: Die Emotionen des Filmes sind ganz groß. Man fühlt mit, kann sich in den Film hineinziehen lassen und wenn man sich auf die Thematik einlassen kann wird man bestens unterhalten. Unfreiwillig komische Szenen runden das Gesamtbild ab. Der Unterhaltungsfaktor lässt sich bei einem Drama recht schwer bemessen, dennoch schätze ich ihn für mich auf 80% ein, da der Film lediglich kurzzeitig etwas langatmig wird.
 
Darsteller: Tom Payne in der Hauptrolle überzeugt von der ersten bis zur letzten Sekunde. Er scheint vollkommen in der Rolle aufzugehen, spielt jede Szene mit voller Überzeugung. An seiner Seite hat er mit Sir Ben Kingsley und Stellan Skarsgard 2 ganz großartige Schauspieler die den Film noch besser machen. Mir persönlich hat Emma Rigby in der Rolle der Rebecca nicht gefallen, da sie mich einfach nicht überzeugt hat.
 
Gestaltung: Der Film punktet mit wunderschönen Landschaftaufnahmen. Auch die musikalische Untermalung ist nahezu perfekt. Die Kostüme passen wie die Faust auf's Auge. Die Gestaltung stützt die Authentizität des Filmes zu 100%.
 
Besonderheiten: Der deutsche Schauspieler Elyas M'Barek hat eine mittelgroße Nebenrolle im Film. Besonders witzig: Da der Film original auf Englisch gedreht wurde hat er sich selbst synchronisiert. Für bekennende Fans wie mich ein sehr komisches Erlebnis.
 
Fazit: Ein absolut authentischer Film, der berührt, unterhält und mit großem Drama bestechen kann. Wer auf einen ernsthaften Film Lust hat, welcher mit grandiosen Schauspielern, einer tiefgehenden Geschichte und tollen Aufnahmen bestechen kann, wird im Medicus ganz großes Kino finden.
 
Bewertung: 9 von 10 Punkte
 
Eure Sherry

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